ajuda in der Presse

Cocktails für brasilianische Kids

Mitglieder des Vereins "AJUDA" bauen Stand im Galen-Park auf.

Haltern. Auf einen leckeren Caipirinha oder Caipiroska laden die Mitglieder von "AJUDA" beim Heimatfest in den Galen-Park ein:

"ajuda" bedeutet Hilfe, und "AJUDA" heißt der Verein, den Jan Kleine Büning, Rike Wegmann und Janine Pieper Ende April gründeten und dem mittlerweile 15 Jugendliche angehören.

Das Ziel des Vereins ist ganz klar: Kinder in Brasilien zu unterstützen, um ihnen eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen.

Die drei Vereinsgründer weilten ein Jahr lang auf Einladung des Aktionskreises Pater Beda (Kleine Büning) bzw. auf Initiative der Brasilien-Cooperative im Nordosten Brasiliens

und konnten sich dort ein Bild von den ärmlichen und sozial schwachen Verhältnissen machen, unter denen vor allem natürlich die Kinder leiden.

"Da müssen wir etwas tun", waren sich die drei Halterner nach ihrer Rückkehr einig. Ihre erste Aktion starten die Vereins-mitglieder beim Heimatfest an allen drei Tagen.

Im Galen-Park bauen sie einen Cocktail-Stand auf, der Erlös fließt zu 100-Prozent in ein Kinder- und Jugendprojekt in der brasilianischen Stadt Crato.

"Christian Zehren, Cocktail-Mixer im Rossini, wird uns unterstützen und schulen", erzählt Rike Wegmann. Damit die Cocktails auch alle gut gelingen.

Besonderer Clou: Die Cocktails werden nicht in Gläsern, sondern in frischen Früchten serviert. Daneben möchte der Verein ein weiteres Projekt starten:

20 Kindern, die jetzt fünf Jahre alt sind und im nächsten Jahr zur Schule kommen, soll ermöglicht werden, ihre Schulausbildung an einer Privatschule zu erhalten.

"Nur so haben sie die Chance, einmal zu studieren und aus ihrem Elend herauszukommen", so Rike Wegmann. Funktionieren soll die Unterstützung über Patenschaften.

Wer eine Patenschaft übernehmen möchte, kann sich also ebenfalls an den Verein wenden. Diese kostet 180 Euro pro Jahr – damit Kinder eine Zukunft haben.

Leben mit Hitze und Gestank

Zwei Halterner Studentinnen berichten über Erlebnisse in Brasilien.

Haltern. "Es war unerträglich heiß. Wir hatten keine Ventilatoren, und es herrschte in den Räumen des Kindergartens ein unheimlicher Lärmpegel. Man konnte sich kaum noch verständigen."

Rike Wegmann und Janine Pieper lernten während ihres zehnmonatigen Aufenthalts im Nordosten Brasiliens ein Leben kennen, wie man es sich in Deutschland kaum vorstellen kann.

Deshalb gründeten die beiden Studentinnen gemeinsam mit Jan Kleine Büning und anderen engagierten Halterner den gemeinnützigen Verein "AJUDA", der mittlerweile über 20 Mitglieder zählt.

Am Sonntagmittag lud der Verein im Pfarrheim St. Laurentius zu einem Solidaritätsessen ein.

Im Anschluss daran berichteten Rike und Janine mit einem Diavortrag von ihren Erfahrungen. Zwischen 200 und 300 Kinder kamen täglich zur Kinderkrippe, in der Rike arbeitete.

Dort erhielten sie drei Mahlzeiten, eine Dusche und auch Unterricht,

"Besonders das Duschen war sehr wichtig für die Kinder, denn zu Hause haben die meisten keine Gelegenheit dazu", erklärte Rike.

"Wenn der Kindergarten Ferien hatte, kamen die meisten Kinder mit Flöhen und Krankheiten zurück."

Janine arbeitete in einem Kindergarten, der von der Brasilien-Cooperative Haltern gebaut wurde.

Dort waren die Wasseranschlüsse noch nicht fertig, und die Mitarbeiter konnten den Kindern in der Hitze häufig noch nicht einmal Wasser geben.

"In meiner Gruppe waren die kleinsten Kinder, das jüngste war gerade sechs Monate alt und die ältesten drei Jahre", erzählte Janine. Windeln gab es nicht.

Die Kinder machten sich einfach in die Hose, und wer keine Hose zum Wechseln dabei hatte, ließ die vollgemachte Hose einfach an oder lief ohne sie herum.

Den Geruch, der dort herrschte, kann man sich leicht vorstellen. Es war unmöglich, den Raum sauber zu halten." Aktuell sucht "AJUDA" Patenschaften für insgesamt 20 Schüler aus einer Klasse im brasilianischen Crato.

Mit einer jährlichen Spende von 300 Euro kann ihnen der Besuch einer Privatschule ermöglicht werden. Außerdem will der Verein in einer Kindertagesstätte eine Suppenküche für die Familien einrichten.

Erzählcafé: Keine Wortblasen.

Frauen berichteten in der Stadtbücherei aus ihrem Leben

Haltern. Berührende Gespräche und emotionale Momente beim ersten "Erzählcafe" in der Stadtbücherei erreichte die Konversation eine beeindruckende Dichte.

Frauen berichteten am Donnerstag von ihrem sozialen Engagement.

[...] Berührend war auch einiges an dem, was Janine Pieper zu sagen hatte. Die Studentin hatte zehn Monate in Brasilien verbracht, wo sie in einer Kindertagesstätte mit schrecklicher Armut konfrontiert wurde.

„Ein Junge hatte einmal so geweint, dass wir ihn nicht beruhigen konnten. Erst als wir ihm einen Keks gaben, war er still Er hatte seit fast drei Tagen nichts gegessen."

Seit ihrer Rückkehr engagiert sich Pieper in der Brasilienkooperative und einem eigenen Hilfsverein "AJUDA".

"Es war gut so, wie es war..."

Gäste hörten bewegende Berichte im ersten Erzählcafé in der Stadtbücherei

Haltern. Mit ihrem eigenen Leben haben sie schon genug zu tun, und trotzdem schaffen sie es, mit viel Gefühl und Engagement auch noch anderen zu helfen.

Zwei bewundernswerte Halterner Frauen eröffneten am Donnerstagabend die Erzählcafé-Reihe in der Stadtbücherei unter dem Motto des diesjährigen Frauentages "Frauenbilder – Frauenrollen".

[...] Ganz andere Erfahrungen sammelte Janine Pieper während ihrer zehnmonatigen Arbeit in einer brasilianischen Kindertagesstätte.

Sie bastelte Papierdrachen aus alten Buchseiten, um die Kinder zu beschäftigen und musste erfahren, wie bitter sich das Weinen eines kleinen Jungen anhörte, dessen Eltern so arm waren, dass sie ihm über das Wochenende nichts zu essen geben konnten.

Aber sie erlebte auch, mit welchem Einsatz sich die Mütter bemühen, trotz aller widrigen Umstände ihre Kinder zu versorgen, und wie den Menschen mit ein wenig Geld und Hilfsbereitschaft eine neue Perspektive gegeben werden konnte.

Deshalb gründete sie nach ihrer Rückkehr mit einigen Freunden den Verein "AJUDA", um die Menschen in Brasilien auch weiterhin unterstützen zu können.

Hauptschüler spenden 4174 Euro

Haltern - Erfreut nahmen am Donnerstag die Vorsitzende des Vereins "ajuda", Janine Pieper, und Pressechef Bastian Constapel den Scheck in Höhe von 4174,43 Euro an der Hauptschule entgegen.

"Mit so einem großen Erfolg unserer Projekttage hätten wir nie gerechnet", erklärte Schulleiterin Dagmar Perret.

Und auch die ajuda-Mitglieder waren von so viel Engagement der Schüler und von der Vielfältigkeit der Aktionen begeistert.

"Fair Play for Fair Life" - unter diesem Motto standen die diesjährigen Projekttage der Hauptschule vom 10. bis zum 13. Mai.

Schüler aller Altersklassen engagierten sich, um die 2004 von jungen Halternern gegründete ehrenamtliche Organisation "ajuda", die sich der Verbesserung der Lebensqualität von Straßenkindern in Brasilien widmet, zu unterstützen.

Auf dem Plan standen ein Trödelmarkt auf dem Marktplatz, Sponsorenläufe und sogar ein Theaterstück. Auch die Frage "Darf ich Ihnen die Schuhe putzen", sonst auf unseren Straßen eher unüblich, konnte man in der Fußgängerzone hören.

Die Spende fließt in Straßenkinderprojekte in Brasilien, für mehr Fairness für Kinder der Dritten Welt.

Ziele die ajuda-100-Prozent-Garantie das ajuda-Team Fragen Pressestimmen

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